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Photovoltaik-Prüfung

Die VdS-Richtlinie 3145 definiert die Anforderungen an Photovoltaikanlagen für den sicheren Betrieb und den Versicherungsschutz. Nachfolgend die vollständige Prüf-Checkliste.

22-Punkte-Checkliste nach VdS 3145

Vollständige Anlagendokumentation vorhanden (Lageplan, Schaltplan, Komponentenliste, Inbetriebnahmeprotokoll).
Module erfüllen Anforderungen nach IEC 61215 / IEC 61730. Keine offensichtlichen Beschädigungen, Risse oder Delaminierungen.
Montagesystem standsicher, korrosionsbeständig und für die jeweilige Dachneigung / Windlast geeignet. Befestigung am Gebäude normgerecht.
PV-geeignete Kabel (Typ PV1-F oder gleichwertig) mit ausreichendem Querschnitt. Leitungen UV-beständig verlegt, keine mechanische Beschädigung, Biegeradien eingehalten.
Steckverbindungen (z.B. MC4) korrekt und fest verbunden. Keine Mischung unverträglicher Fabrikate. Verbindungen wettergeschützt.
Überspannungsableiter Typ 2 (ggf. Typ 1+2) auf der DC-Seite installiert. Ableiter geprüft, nicht ausgelöst, korrekt dimensioniert.
DC-Hauptschalter oder Freischalteinrichtung vorhanden und erreichbar. Beschriftung und Bedienungsanleitung für Einsatzkräfte vorhanden (Feuerwehrkennzeichnung).
Wechselrichter CE-zertifiziert, korrekt installiert, ausreichende Belüftung, Betriebszustand in Ordnung. Isolationsüberwachung (bei Systemen ohne galvanische Trennung) vorhanden.
AC-seitige Absicherung vorhanden (Leitungsschutzschalter, FI-Schalter Typ B oder allstromsensitiv). Kabelquerschnitte entsprechend VDE 0298.
AC-seitiger Überspannungsschutz (Typ 2) im Einspeisepunkt / Unterverteilung installiert. Zustand geprüft.
Vorhandener Blitzschutz auf Kompatibilität mit PV-Anlage geprüft. Modulrahmen und Gestell in Potenzialausgleich eingebunden.
Schutzleiterverbindungen vollständig und niederohmig. Erdungsmaßnahmen gemäß VDE 0100-712.
Brandabschottungen bei Kabeldurchführungen vorhanden. Kein erhöhtes Brandrisiko durch Kabelführung in unmittelbarer Nähe brennbarer Materialien.
Alle Leitungen, Klemmen, Schaltgeräte und Warnhinweise korrekt beschriftet. Hinweisschild „PV-Anlage – DC-spannung" gut sichtbar angebracht.
Leerlaufspannung jedes Strangs gemessen und mit Sollwert verglichen. Abweichungen dokumentiert.
Kurzschlussstrom geprüft, plausibel gegenüber Datenblatt. Kein Hinweis auf defekte Module oder Strings.
Isolationswiderstand der DC-Leitungen gegen PE gemessen (≥ 1 MΩ je Strang, mind. 1 kΩ/V Systemspannung).
Thermografische Untersuchung auf Hot-Spots, Zelldefekte oder Verkabelungsprobleme. Besonders relevant für ältere Anlagen oder nach Hagelschlag.
Einspeisedaten der letzten Periode plausibel. Kein ungewöhnlicher Ertragseinbruch, der auf Anlagendefekte hinweist.
NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz) nach VDE-AR-N 4105 korrekt eingestellt. Fernsteuerbarkeit (Rundsteuerempfänger) geprüft, sofern vertraglich erforderlich.
Batteriespeicher CE-zertifiziert (UN38.3, IEC 62619). Aufstellraum belüftet, Brandschutzmaßnahmen für Lithium-Systeme beachtet. Schutzeinrichtungen geprüft.
Zusammenfassende Bewertung aller Prüfpunkte. Mängelliste mit Bewertung (sofortige Maßnahme / innerhalb 3 Monate / Empfehlung). Ausstellung des Prüfprotokolls / Befundscheins nach VdS 3145.